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Wieso braucht es einen Natur-Erlebnis-Hort?
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1975 stellte der Baupsychologe Piperek fest, dass Kinder auf die Stimulierung
durch die Umwelt angewiesen sind. Fehlende oder zu monotone Naturerfahrungen führten zu
Konzentrationsstörungen und Mangel an Selbstvertrauen und Initiative.
Das Ah und Oh eines gelingenden Lebensstartes ist ein gesundes Selbstvertrauen.
Deshalb sollten wir alles dafür tun, dass unsere Kinder ein solches entwickeln können.
Im Zeitalter von Pc, Fernseher, Gameboy, Handy, etc. mangelt es vielen Kindern an Realtätsgefühl
und Denken in Kreisläufen. Viele Kinder haben keine Ahnung mehr, woher das Essen kommt und was mit
Ausgeschiedenem geschieht. Das Gesetz von Ursache und Wirkung wird durch die zweidimensionale Erlebniswelt
bis zur Unkenntlichkeit verwischt.
Zudem beklagen sich viele LehrerInnen über mangelnde Konzentrationsfähigkeiten und verkümmerte oder
unterentwickelte Grobmotorik ihrer SchülerInnen.
Und weil es immer mehr Alleinerziehende gibt, und immer öfters beide Elternteile arbeiten gehen, ist
der Bedarf an schulergänzender Betreuung gross, und die Nachfrage nach Betreuungsplätzen übersteigt zur Zeit
das Angebot.
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Deshalb können mit einem Natur-Erlebnis-Hort gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden:
- Beim Mithelfen bei bäuerlichen Arbeiten wie Säen, Pflanzen, Misten, Heuen, Ernten werden Zusammenhänge in Kreisläufen
erkennbar, das Realitätsgefühl geschult und die körperlichen Energien gestärkt und in eine sinnvolle Richtung gelenkt.
- Beim Pflegen und Versorgen der Tiere wird das Verantwortungsgefühl, die Beziehungsfähigkeit und das Selbstwertgefühl gesteigert.
- Beim Beobachten von Tieren und Pflanzen werden kognitive Fähigkeiten gefördert und beim Aufzeichnen und Notieren im Tagebuch weiter ersichtlich.
- Wegen fehlender Fertigelemente im Wald wird die Kreativität und Phantasie bei den Aktivitäten gestärkt, und die Vielfältigkeit,
Veränderbarkeit und Komplexität des Ökosystems Wald regt die Motivation zur Eigentätigkeit an.
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- Beim Herumstreunen im Wald und anderen ungenützten Freiräumen kann das natürliche Bedürfnis nach Abenteuer, Erforschung und Experimentation befriedigt werden.
- Die Aktivitäten im Wald fördern insbesondere auch die Grobmotorik (z.B. beim Erklettern von Bäumen und Steilhängen, Überqueren von Bächen, Bauen von Hütten usw.)
- Das Gelände und die vielseitigen Aktivitäten bieten Raum und Möglichkeiten für Erfahrungen in Kleingruppen und der Gesamtgruppe.
Hier kriegt das Kind Gelegenheit, sich in seiner Beziehungs- und Konfliktfähigkeit zu erproben und zu üben und wird dabei professionell begleitet.
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